Wartezeit in der Versicherung: Was das bedeutet
Die Wartezeit in der Versicherung bezieht sich auf einen festgelegten Zeitraum nach Abschluss des Versicherungsvertrags, in dem du keinen Versicherungsschutz hast. Diese Regelung wird bei verschiedenen Versicherungsarten wie der Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Rechtsschutzversicherung angewendet. Sie kommt aber auch bei Sachversicherungen vor, zum Beispiel bei Fahrradversicherungen oder bei der Elementarversicherung für Gebäude- oder Hausratversicherungen.
Die Versicherer vereinbaren Wartezeiten zum Schutz der Versicherungsgesellschaft vor sofortigen, hohen Kosten durch bereits bestehende oder unmittelbar bevorstehende Schadensfälle. Durch die Wartezeit wird sichergestellt, dass nur unvorhergesehene und neue Schadensfälle nach einer bestimmten Frist abgedeckt werden.
Beispiel
Ein Beispiel anhand des Elementarschutzes in der Hausratversicherung.
Angenommen, du schließt eine Hausratversicherung mit Elementarschutz ab, weil in den Wettervorhersagen vor einer bevorstehenden Flut gewarnt wird, die dein Wohngebiet bedroht. Besteht in den Verträgen eine Wartezeit von einem Monat für Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser oder Erdbeben, übernimmt die Versicherung keine Kosten für Schäden, die durch diese Flut verursacht werden. Erst nach Ablauf der Wartezeit von einem Monat hast du vollen Versicherungsschutz für Elementarschäden. Schäden nach Ablauf der Wartezeit, also zukünftige Fluten, wären dann abgedeckt.
Das schützt die Versicherungsgesellschaft vor der Gefahr, dass Menschen erst bei drohenden Naturkatastrophen eine Versicherung abschließen, um unmittelbar bevorstehende Schäden abzusichern. Sichere dich also rechtzeitig gegen diese Gefahren ab.
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